PaymentWissen zahlt sich aus

Kartenzahlungen: Kein Aufschlag an der Kasse

Verbot von Surcharging

Extra-Gebühren, wenn Kunden mit Karte bezahlen wollen? Das ist nicht gerade kundenfreundlich und in den meisten Fällen sogar verboten. Die gute Nachricht: Der richtige Zahlungsmix an der Kasse zahlt sich für Unternehmen auch ohne Aufpreis aus.

Sind Zusatzgebühren für alle bargeldlosen Zahlverfahren verboten?

Nein, nicht alle Zahlungsmöglichkeiten fallen unter das sogenannte „Surcharging“-Verbot – aber die wichtigsten. Das ergibt sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch: Bereits 2018 wurde dort verbunden mit dem „Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ durch §270a BGB ein Zusatz eingefügt. Danach sind Extra-Entgelte für Überweisungen, Lastschriften, Zahlungen mit Bankkarten, sowie mit Debit- und Kreditkarten von Visa und Mastercard verboten. Nicht betroffen sind Zahlungen mit Amex und Diners Card, allerdings ist deren Anteil am deutschen Zahlungsverkehr sehr gering. Das Gesetz gilt für alle Unternehmen vom Kiosk an der Ecke bis zum E-Commerce-Konzern.

Darf ich Paypal-Gebühren an meine Kunden weitergeben?

Das ist keine gute Idee. Ob Paypal und andere Online-Bezahlverfahren wie Amazon Pay oder Klarna unter §270a fallen, sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Diskussionen. Im Fall von Paypal hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem Urteil vom März 2021 inzwischen zwar klargestellt, dass Surcharging-Gebühren im Prinzip zulässig sind. Doch weil solche Extra-Entgelte bei Online-Kunden gar nicht gut ankommen, verbietet der Zahlungsdienst sie kurzerhand in seinen AGB. Unternehmen, die Paypal-Zahlungen akzeptieren, dürfen die Kosten also nicht weitergeben – ansonsten drohen nicht nur Kaufabbrüche im Online-Shop, sondern auch Ärger mit Paypal.

Muss ich im Laden überhaupt Kartenzahlungen akzeptieren?

Man könnte sagen: Ja, denn sonst würden Sie auf einen Großteil Ihres Umsatzes verzichten. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und das schnelle kontaktlose Bezahlen haben dazu geführt, dass Karten immer öfter und auch für kleinere Beträge gezückt werden. Rund 60 Prozent des Umsatzes im stationären Einzelhandel werden heute bereits bargeldlos bezahlt. Das Handelsinstitut EHI in Köln schätzt sogar, dass 2026 nur noch ein Drittel des Umsatzes in bar getätigt wird. Eine gesetzliche Pflicht zur Kartenakzeptanz besteht allerdings nicht. Mindestumsätze, beispielsweise Kartenzahlung erst ab 10 € oder 20 €, sind ebenfalls zulässig.

Wie sieht der optimale Zahlungsmix aus?

Welche Bezahloptionen Sie im eigenen Geschäft anbieten, hängt ein Stück weit von der Branche und den Kunden ab. Bargeldlose Bezahloptionen gehören heute jedoch in jedem Fall dazu. Zum einen belegen zahlreiche Studien, dass Kunden Einkäufe abbrechen oder Geschäfte gar nicht erst aufsuchen, wenn ihre bevorzugten Zahlungsmittel dort nicht akzeptiert werden. Traditionell ist die Girocard der deutschen Banken und Sparkassen in Deutschland die meistgenutzte Zahlkarte. Mit neuen Debitkarten oder über „Wallets“, also digitale Geldbörsen wie Apple Pay und Google Pay, blasen internationale Bezahlmarken wie Visa und Mastercard jetzt allerdings zur Aufholjagd am POS. Kundenkarten mit Bonusfunktion oder Gutscheine bieten in vielen Branchen die Chance auf Zusatzumsätze und stärken gerade in kleinen und mittleren Unternehmen die Kundenbindung.

Wie kann ich den Zahlungsverkehr kostengünstig gestalten?

Auch ohne Surcharging oder eingeschränkte Kartenakzeptanz können Unternehmen ihren Kunden an der Kasse optimalen und zugleich wirtschaftlichen Service beim Bezahlen bieten. „Bargeld ist keineswegs eine kostengünstige Bezahloption“, sagt Hans-Peter Weber, Gründer und CEO der secupay AG. 2019 hat die Bundesbank in einer Studie durchschnittliche Kosten von 24 Cent pro Transaktion oder 1,8 % vom Umsatz berechnet. Im Vergleich zu schnellen bargeldlosen Zahlverfahren treiben lange Kassierzeiten die Personalkosten in die Höhe und schmälern zudem die Kundenzufriedenheit. Dazu kommen steigende Kosten für Wechselgeld und Bargeldentsorgung.

Zudem hilft ein Umstieg von Directclearing zum Accounting Kosten zu sparen. Dabei werden Girocard-Zahlungen auf einem Zwischenkonto gebündelt und gesammelt auf das Geschäftskonto des Händlers ausgezahlt. Dadurch sparen sich Händler Bankgebühren, die sonst bei jeder einzelnen Kartenzahlung anfallen.

Tipps für kostenbewusste Unternehmen:

  • Kosten der verschiedenen Zahlungsmittel vergleichen und dem Verkaufspersonal erklären
  • Kunden an der Kasse freundlich aufklären, welche Zahlarten akzeptiert werden und aktiv Alternativen anbieten, (beispielsweise Bankkarte anstelle von Visa-Debitcard)
  • Kostensparenden Abrechnungsmodus vereinbaren, beispielsweise einmal täglich gesammelte Auszahlung der gebündelten Kartenumsätze

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